24.09.2012 Alter: 8 yrs

VERGIFTUNGSVERDACHT BEIM HUND - WAS TUN?


 

Wie kann ich meinen Hund vor einer Vergiftung schützen?

Grundsätzlich sollten Medikamente, Putz- und Reinigungsmittel sowie chemische Produkte für den Garten immer außerhalb der Reichweite ihres Tieres aufbewahrt werden. Aber auch für uns unbedenkliche Lebensmittel wie Schokolade, Süßstoff, Koffein, Weintrauben, Rosinen und einige Nuss-Sorten sind für den Hund giftig und sollten auch nicht in kleinen Mengen angeboten werden.

Schwierig wird es bei den immer wieder von Hundehassern ausgelegten Giftködern, die ihr Vierbeiner schneller verschlingen kann, als Sie einzugreifen in der Lage sind. Hier hilft nur, bei Verdacht oder Warnung vor diesen Ködern, ihren Hund vorsorglich an die Leine zu nehmen.

 

Wie erkenne ich, dass sich mein Hund vergiftet hat?

Eine Vergiftung ist meist sofort oder wenige Stunden nach der Giftaufnahme erkennbar. Bei einigen wenigen Giften (z.B. Rattengift , Thallium) können bis zum Auftreten der ersten Symptome allerdings einige Tage liegen.

Die Symptome können sich wie folgt äußern: starkes Speicheln, Zittern, Apathie, starke Aufregung, Schwäche, Kreislaufprobleme bis hin zu Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Würgen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Blut im Erbrochenen, im Kot oder im Urin, Atembeschwerden bis hin zu Atemnot.

 

Was ist bei einem Vergiftungs-Verdacht zu tun?

Durch die Vielzahl an verschiedenen Giftstoffen ist es für einen Laien im Notfall unmöglich, gezielt zu helfen. Sie sollten deshalb so schnell wie möglich telefonisch ihren Tierarzt kontaktieren und ihr Tier unvorzüglich in die Praxis bringen.

Währendessen sollten Sie Ruhe vermitteln und ihren Hund, falls er bewusstlos ist, flach auf die Seite legen, damit Erbrochenes und Speichel aus dem Maul fließen können. Auf keinen Fall sollten Sie ihr Tier selbst zum Erbrechen bringen oder ihm Milch oder Öl einflößen. Falls möglich, bringen Sie die Substanz, die ihr Vierbeiner aufgenommen hat, mit zum Tierarzt.

 

Wie kann der Tierarzt helfen?

Ob eine Behandlung zum Erfolg führt, hängt von vielen Faktoren ab - meist kann der Tierarzt aber noch sehr viel für den Patienten tun:

In erster Linie werden die Symptome behandelt und der Kreislauf des Tieres unterstützt. Parallel hierzu werden Maßnahmen eingeleitet, um das Gift auszuscheiden bzw. die weitere Aufnahme des Giftes in den Körper zu verhindern, etwa durch Brech- und Durchfallmittel, Magenspülungen, Einläufe und/oder Infusionen.

 

Quelle: Bundestierärztekammer